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Japanische Gärten sind miniaturisierte Nachbildungen besonderer Orte und Landschaften als idealisierte, dreidimensional wirkende Version der Natur

-Christian Otto-

Unter dem Einfluss unterschiedlicher religiöser, politischer und gesellschaftspolitischer Situationen und Einflüsse entwickelten sich in Japan vier Hauptgartenstile:

  1. Die Teich- und Inselgärten der Heian-Zeit
  2. Die Betrachtungsgärten der Kamakura- und Muromachi-Zeit
  3. Die Teegärten der Momoyama- und frühen Edo-Zeit
  4. Die Wandelgärten der Edozeit

Japan

 

‚Das Ryu-sui-an’; Ein Teegarten in Berlin

Dieser Teegarten entstand auf einer Fläche von nur 65 m2. Im hintersten Eck eines Gewerbegrundstücks wurde der Garten auf einer um ca. einen Meter abgesenkten Fläche angelegt. Umgeben von üppiger und blickdichter Bepflanzung, geschützt durch eine hohe Gartenmauer und nur durch ein Torii erreichbar, wird man über einen tiefen Treppenschacht hinab in den Garten geführt.

Der Alltag bleibt draußen, es ist ruhig und der Besucher kommt zu sich. Vor sich entdeckt er das Teehaus an einem kleinen Gartenteich, der von einem Wasserfall gespeist wird. Ein kleiner Pfad führt entlang einer Trockensteinmauer über Trittsteine, die den Bach queren, hinter das Teehaus zu den Eingängen.

Das Teehaus ist als Drei-Tatami-Teehaus gestaltet. Feines Kirschholzparkett umgibt die Tatamifläche. Breite Schiebfenster geben auf Wunsch den Blick in den Garten oder nur auf den Teich frei. Eine versenkte Kochstelle bietet die Möglichkeit, Tee zuzubereiten.

Entwurf und Ausführung: Christian Otto, 2004/5

 

Entwurf und Ausführung: Christian Otto, 2004/5

 

Ein japanisch inspirierter Privatgarten in Berlin-Zehlendorf

Für ein privates Wohnhaus, das im Stil einer japanischen Villa Imperiale erbaut wurde, legten wir einen japanisch inspirierten Garten an.

Im Eingangsbereich empfängt ein fast viereinhalb Meter hohes Taxus cuspidata Formgehölz den Besucher. Über kunstvoll verlegte Muschelkalkplatten schreitet man zum Haupteingang des Gebäudes. Seitlich führt ein Trittplattenweg durch einen kleinen Bambushain in einen verborgenen Gartenbereich. Sauber verarbeitete Holzdielen rahmen die Gartenetage und sind zugleich Terrasse.

Ein vom Ost- und Westflügel des Hauses eingefasstes Atrium bildet das Zentrum der Gebäudearchitektur. Anders als bei den Teich- und Inselgärten der Heian-Zeit, befindet sich anstelle einer weißen Kiesfläche eine großzügige Rasenfläche vor dem Gebäude. Eine Formkiefer ruht in einer Kiesfläche.

Ansprechend gestaltete Natursteinwege führen in den Ost-Garten. Fein aufeinander abgestimmte Azaleen und Gräserpflanzungen formen den Raum. Zierkirschen bilden eine natürliche Trennwand zum Nachbarn hin und dienen gleichzeitig als Einfassung.

Der Blick zwischen den Bäumen bleibt gemäß der Idee des ‚Shakkei’, der geborgten Landschaft, frei und lässt den Garten noch größer wirken.

Die Steinsetzung ist das zentrale Gestaltungsmerkmal des Ost-Gartens.

Entwurf und Ausführung: Christian Otto, 2006/8

 

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