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Der Schaugarten als Schaufenster auf das Unternehmen

Schaugarten PG-Gartengestaltung:

Auf dem Gelände der Baumschule Lorberg in Kleinziethen bei Berlin, unseres Partners für Pflanzen, haben wir einen kleinen japanisch inspirierten Garten auf einer Fläche von nur ca. 30,00 m2 geplant und gebaut.

Es handelt sich hierbei um eine Verbindung zweier Gartenstile auf kleinstem Raum. Ein Tsubo-Garten stellt das Zentrum der Gestaltung dar, dessen Grundfläche ca. 2,00 * 3,00 m misst und um etwa 30 cm abgesenkt wurde. Tsubo kann mit „kleiner Topf“ oder „umschlossener Raum“ übersetzt werden. Erste Gärten dieser Art wurden bereits in der Heian-Zeit (794-1125 n. Chr.) angelegt, fanden jedoch erst in der Edo-Zeit (1603-1867 n. Chr.) Verbreitung.

Im beginnenden 16. Jahrhundert bestand die japanische Oberschicht zunehmend aus wohlhabenden Geschäfts- und Kaufleuten, die sich mit den schönen Dingen des Lebens umgaben. Sie legten besonderen Wert auf ihr Wohnumfeld, weil dies auch auf ihre gesellschaftliche Position hinwies. Steuern wurden in dieser Zeit entsprechend der Länge der straßenseitigen Hausfront erhoben. Es handelte sich zumeist um sehr schmale Häuser, die jedoch weit in den Häuserblock hineinreichten. Die Gebäude standen extrem dicht beieinander. Die kleinen Gärten wurden zwischen den Gebäuden oder in Randlagen angelegt. Die Gärten wurden nicht betreten, waren jedoch von den Seiten her zu betrachten. Auf diese Weise gelangte Licht und frische Luft in die Gebäude. Natürlich wurden diese Gärten auch aus Repräsentationszwecken angelegt.

Der Entwurf:

Den räumlichen Vorgaben entsprechend wird der Tsubo-Garten von einer Rahmenkonstruktion eingefasst. Sie ist in einzelne Segmente unterteilt und wird mit flächigen Strukturen gestaltet, die nur bestimmte und gewollte Blicke in den Garten zulässt.

Der obere Gartenbereich wird als Mini-Betrachtungsgarten, als Trockengarten mit einer reduzierten, jedoch akzentuierten Bepflanzung angelegt.

 

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